#097 – Cardio Mythen
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Dein heutiges Gesundheits-Upgrade
- Zahl der Woche – 14 Minuten
- 10 Cardio & Ausdauertraining Mythen aufgedeckt
- Ausdauertraining 1×1
- Challenge der Woche – Intervall Gehen
- Zitat der Woche
Zahl der Woche – 14 Minuten
In Zeiten, in denen ständig neue Kriege beginnen, an jeder Ecke Krisen lauern und gefühlt stündlich eine neue Katastrophenmeldung reinknallen, wirkt ein Blick in die Nachrichten wie ein Brandbeschleuniger für deine Stimmung.
Forscher haben herausgefunden, dass schon 14 Minuten negative Nachrichten reichen, um deine Stimmung zu versauen – und mehr noch: Deine ganz persönlichen Sorgen fühlen sich danach schlimmer an als vorher. Egal ob Jobstress, Beziehungschaos oder Geldprobleme – nach dem News-Update wirkt plötzlich alles bedrohlicher.
In einer Studie bekamen Erwachsene zufällig entweder negative, neutrale oder positive TV-Nachrichten vorgesetzt. Ergebnis? Die Negativgruppe war trauriger, ängstlicher und neigte stark zum Katastrophisieren. Und das nur wegen Geschichten, die sie gar nicht persönlich betrafen und am anderen Ende der Welt stattfanden. Positive oder neutrale Inhalte hatten diesen Effekt übrigens nicht.
Was heißt das für dich? Wenn 14 Minuten reichen, um deine Sicht auf die Welt zu verzerren – stell dir vor, was eine Woche ohne diesen Input für deinen Kopf bedeuten könnte. Es ist wichtig, sich über Geschehnisse zu informieren. Doch das muss nicht täglich sein. Wenn etwas wirklich wichtiges passiert ist, wirst du es schon von deinem Umfeld erfahren.
Ich höre mir schon seit einigen Jahren nur noch 1-2x pro Woche Nachrichten an und lebe seitdem deutlich sorgenfreier.
10 Cardio & Ausdauertraining Mythen entlarvt

Erstellt mithilfe von KI
Ausdauertraining ist nicht nur Training – es ist Gesundheit und Lebensqualität. Gleichzeitig kursieren zahlreiche Mythen, die sportliche Fortschritte sabotieren oder falsch Erwartungen wecken. Wir räumen mit den gängigsten Irrtümern auf – fundiert, sachlich, aber verständlich.
1. Mythos: Es ist besser, Ausdauertraining vor dem Krafttraining zu machen
Nicht per se. Für Muskelaufbau und Kraftzuwachs hat Krafttraining Vorrang, weil du so mehr Energie und Kraft zur Verfügung hast. Umgekehrt kann Ausdauertraining die Kraftleistung kurzfristig dämpfen. Gleichzeitig profitieren beide voneinander: Ausdauer stärkt das Herz‑Kreislauf‑System und die Erholung, Krafttraining erhöht die metabolisch aktive Muskelmasse – beides fördert Longevity und Gesundheit langfristig.
2. Mythos: Zu viel Laufen verbrennt Muskeln
Nur wenn du extrem viel läufst, gleichzeitig zu wenig isst und kein Krafttraining machst, steigt das Risiko von Muskelabbau. Regelmäßiges Krafttraining schützt davor. Laufen alleine reduziert Fett und stärkt das Herz‑Kreislauf‑System, aber allein hilft nicht, Muskelmasse zu erhalten. Eine ausgewogene Kombination ist entscheidend.
3. Mythos: Je mehr du schwitzt, desto mehr Kalorien verbrennst du
Schwitzen ist primär ein Kühlmechanismus, kein Thermometer für Kalorienverbrennung. Wie stark du schwitzt, hängt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, deiner Fitness und sogar deiner Genetik ab. Auch dein Trainingsniveau und Stoffwechsel spielen eine Rolle: Trainierte Personen schwitzen oft früher, verbrennen aber nicht zwangsläufig mehr Kalorien als Untrainierte.
4. Mythos: Joggen ist der beste Weg, um abzunehmen
Joggen kann beim Abnehmen helfen, aber nicht allein – v. a. nicht langfristig. Studien zeigen, dass Ausdauertraining über 150 Minuten/Woche Körperfett reduziert, aber der langfristige Erfolg oft von muskulärer Masse abhängt: Mehr Muskeln heben den Grundumsatz und helfen dir, selbst in Ruhe mehr Kalorien zu verbrennen.
5. Man verbrennt erst nach 30 Min Joggen Körperfett
Falsch. Der Körper verbrennt von Beginn an sowohl Fett als auch Kohlenhydrate. Je länger die Einheit, desto höher anteilig die Fettverbrennung – aber eine magische 30‑Minuten‑Grenze gibt es nicht.
6. Mythos: 10 000 Schritte bringen am meisten Health Benefits
10 000 Schritte sind ein netter Richtwert, aber Studien zeigen, dass bereits 7 000–8 000 Schritte pro Tag mit deutlichen Gesundheitsvorteilen verbunden sind, z. B. geringerem Sterberisiko. Mehr ist gut, aber nicht allein entscheidend.
7. Mythos: Joggen verbrennt 3× so viele Kalorien wie Gehen
Je nach Tempo verbrennt Joggen etwa 30 %–50 % mehr Kalorien als Gehen – nicht das Dreifache. Trotzdem ist Laufen ein hervorragender Einstieg ins Cardio‑Training und für viele Anfänger gut geeignet.
8. Mythos: Joggen ist schädlich für die Gelenke
Nein – moderates Joggen kann Gelenke stärken, die Knorpelernährung fördern und ist nicht per se schädlich. Entscheidend ist die richtige Technik und Progression. Bei starkem Übergewicht oder Gelenkproblemen kann zu Beginn Gehen oder Intervall‑Gehen sinnvoll sein, bevor man aufs Laufen umsteigt.
9. Mythos: Läufer brauchen weniger Eiweiß als Kraftsportler
Läufer brauchen zwar insgesamt oft etwas weniger Protein als Bodybuilder, aber dennoch ausreichend – vor allem, wenn Trainingsumfang oder Intensität hoch sind. Protein unterstützt Regeneration, Muskelerhalt und Anpassung auch bei Ausdauersportlern.
10. Mythos: Gehintervalle sind besser als gleichmäßiges Gehen
Alternierendes schnelles und langsameres Gehen (Japanese Interval Walking) – 3 Min schneller/3 Min langsamer – verbessert Herz‑Kreislauf‑Fitness, Kraft und Gesundheit mehr als gleichmäßiges Gehen, besonders bei älteren oder ungeübten Menschen. Japanische Studien zeigen Verbesserungen der Fitness, Muskelkraft und Blutdruck‑Parameter durch diese Methode.
Ausdauertraining ist unglaublich wertvoll für Gesundheit und Fitness – aber die Realität ist komplexer als viele Mythen suggerieren. Was du dir vor allem merken kannst: Die Kombination aus Ausdauer und Krafttraining ist das beste für ein langes & gesundes Leben.

Erstellt mithilfe von KI
Challenge der Woche – Intervall Gehen
Diese Woche wird’s einfach – aber effektiv! Deine Aufgabe: Probiere das japanische Intervall-Gehen aus. So funktioniert’s:
Beim nächsten Spaziergang wechselst du dein Tempo – 3 Minuten schnelles Gehen, gefolgt von 3 Minuten lockerem Tempo. Das Ganze wiederholst du 2 bis 5 Mal – je nach Zeit und Lust.
Plane idealerweise 3 bis 5 Einheiten über die Woche verteilt ein. Ob beim Gassigehen, Mittagsspaziergang oder am Abend – es passt fast immer rein.
Warum das Ganze? Studien aus Japan zeigen: Dieses simple Intervall-Format verbessert Herz-Kreislauf-Fitness, Muskelkraft und sogar den Blutdruck – besonders bei Menschen, die nicht joggen wollen oder können. Mach mit und spür den Unterschied!
Zitat der Woche
„Du musst bereit sein die Dinge zu tun, die andere niemals tun werden, um die Dinge zu haben, die andere niemals haben werden.“ – Les Brown