Longevity Markt

#102 – Longevity Markt

Dein heutiges Gesundheits-Upgrade

  • Zahl der Woche – 48 Studien
  • Ist Longevity nur Geldmache?
  • Diese Produkte nutze ich
  • Challenge der Woche – Brauche ich das wirklich?
  • Zitat der Woche

Zahl der Woche – 48 Studien

48 Studien in einer Meta-Analyse haben gezeigt: Wer eine neue motorische Fähigkeit erlernen möchte, erzielt bessere Ergebnisse, wenn das Üben direkt vor dem Schlafen stattfindet. Konkret verbessert sich die Gedächtnisleistung um 15 bis 20 %, wenn zwischen dem Lernen und dem nächsten Schlaf keine langen Wachphasen liegen.

Auch kurze Nickerchen sind wirksam: Ein 60- bis 90-minütiger Mittagsschlaf bringt fast denselben Effekt wie eine ganze Nacht Schlaf. Selbst 20 bis 30 Minuten können helfen – allerdings sind es die tieferen Schlafphasen, die den größten Einfluss auf die langfristige Speicherung des Gelernten haben.

Die Erklärung liegt in der Aktivität des Gehirns während des Schlafs. In den leichteren Schlafphasen treten sogenannte „Sleep Spindles“ auf – kurze, hochfrequente Gehirnaktivität, die die zuvor geübten Bewegungen wiederholt und dabei neuronale Verbindungen stärkt. In den tieferen Schlafphasen werden diese Muster dann im Langzeitgedächtnis verankert.

Ein weiterer Vorteil: Schlaf schützt das Gelernte vor Störeinflüssen. Alles, was wir während des Tages aufnehmen – Gespräche, Eindrücke, Informationen – konkurriert mit dem neuen Wissen und kann es abschwächen. Schlaf bietet dem Gehirn einen geschützten Raum zur Konsolidierung.

Wenn du neue Fähigkeiten lernen möchtest – sei es ein Musikinstrument, eine sportliche Bewegung oder eine neue Technik – solltest du bewusst darauf achten, wann du übst. Idealerweise am Abend vor dem Schlafen oder kombiniert mit deinem Mittagsschlaf. Denn Lernen endet nicht beim Üben – es geht im Schlaf weiter.


Ist der Longevity Markt nur Geldmache?

Grafik zum Longevity Markt mit Trends und Statistiken

Erstellt mithilfe von KI

Der Longevity‑Markt boomt – und damit auch die Zahl der Marken, die mit dem Versprechen auftreten, unser Leben zu verlängern und unsere Gesundheit zu optimieren. Auf der Plattform New Zapiens sind aktuell über 1.000 Marken gelistet, die sich Themen wie Prävention, Lebensstil‑Optimierung und langfristiger Gesundheit widmen.

Diese enorme Vielfalt ist zweifellos ein Ausdruck des wachsenden Interesses an einem gesünderen Leben: Immer mehr Menschen wollen nicht erst handeln, wenn sie krank sind, sondern bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass Beschwerden gar nicht erst entstehen. Das ist eine positive Entwicklung im Gesundheitssektor – Prävention statt Reparatur, Fokus auf Gesundheit statt auf Krankheit.

Allerdings zeigt die schiere Menge an Marken auch eine Kehrseite: Ein großer Teil der Angebote lässt sich als punktuelle Kommerzialisierung interpretieren. Viele Unternehmen konzentrieren sich auf Nahrungsergänzungsmittel oder „Anti‑Aging‑Produkte“, die suggerieren, allein durch das Schlucken bestimmter Pillen das Leben messbar zu verlängern. Dass derartige Versprechen oft wissenschaftlich nicht solide untermauert sind, ist ein bekanntes Problem in der Branche – und ein Risiko für Konsumenten, die sich auf schnelle Lösungen verlassen wollen.

Wenn man die Marken aus dem Longevity‑Bereich nach Kategorien clustert, zeigt sich diese Mischung aus nützlichen Tools und eher fragwürdigen Angeboten:

  • Supplements & Vitamine – z. B. Biogena, Thorne, NORSAN, Avea oder MOLEQLAR, die Mikronährstoffe, Omega‑3, NMN oder andere „longevity‑relevante“ Stoffe anbieten.

  • Wearables & Tracker – wie Oura oder Garmin, die Gesundheit und Aktivität messen und damit evidenzbasiert zur besseren Lebensführung beitragen können.

  • Diagnostik & Tests – Dienste, die Blutwerte, biologische Alterspfade und andere Biomarker erfassen.

  • Fitness & Bewegung – Trainings‑Apps, Gym‑Konzepte oder Geräte, die echte körperliche Aktivität unterstützen.

  • Ernährung & Nahrungsmittel – Marken, die auf gesunde Ernährung und funktionelle Lebensmittel setzen.

Das Problem ist, dass viele Anbieter ihre Produkte wie die magische Lösung präsentieren, oft mit emotionalem Marketing, aber ohne solide wissenschaftliche Evidenz. Die wirklichen Longevity‑Faktoren liegen weiterhin in den Grundlagen: Schlaf, Ernährung, Bewegung, Mindset sowie regelmäßige Vorsorge und Untersuchungen. Um dein größtes Potential herauszufinden kannst du meine kostenlosen Longevity Potential Check machen.

Wenn diese Basis steht – und wirklich erst dann – kann es Sinn machen, gezielt zu ergänzen. Klar gibt es sinnvolle Produkte: Tracker, Labortests, bestimmte Supplements. Aber du musst genau hinschauen: Brauchst du das wirklich? Oder ist es einfach nur gut gemachtes Marketing?

Ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, dir genau dabei zu helfen – den Überblick zu behalten und für dich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht alles kaufen. Nicht jedem Hype folgen. Sondern bewusst auswählen, was wirklich zu dir und deinem Alltag passt.


Diese Produkte nutze ich

Wenn es darum geht, meine Gesundheit langfristig messbar zu verbessern (und nicht nur auf Werbeversprechen hereinzufallen), setze ich auf eine kleine, aber effektive Auswahl an Produkten und Tools. Hier sind meine Top-9‑Empfehlungen:

  1. Oura Ring
    Misst Schlaf, Regeneration und physiologische Daten präzise. Unerlässlich, um zu sehen, wie du schläfst – nicht nur, wie lange.

  2. Tell‑me‑gen Gen‑Test 
    Ein umfassender genetischer Report*, der zeigt, welche Nährstoffe, Lebensstilfaktoren und Risiken für dich persönlich relevant sind. Grundlage für individualisierte Entscheidungen.

  3. Kreatin Monohydrat
    Eines der am besten erforschten Supplements überhaupt. Unterstützt Leistungsfähigkeit, Muskelkraft, und kann auch die kognitive Gesundheit fördern. Diese Marke nutze ich*.

  4. Omega‑3 (hochdosiert)
    Unterstützt Herz‑ und Gehirngesundheit, entzündungshemmend. Gerade bei geringer Fischaufnahme ein sinnvoller Zusatz.

  5. Vitamin D3 + K2
    Viele (insbesondere in nördlichen Breitengraden) sind im Winter unterversorgt. Wichtig für Immunsystem, Knochen und allgemeines Wohlbefinden.

  6. Magnesium (Bisglycinat) 
    Hilft bei Erholung, Muskelentspannung, Schlafqualität und Stressmanagement. Für Longevity ein unterschätzter Baustein. Diese Marke nutze ich.*

  7. Protein‑Pulver (qualitativ)
    Unterstützt Muskelaufbau, vor allem wenn du älter wirst oder intensiver trainierst. Essentiell für den Erhalt der Körperzusammensetzung.

  8. Blutanalyse‑Tests von Aware (10 % Rabatt mit dem Code: BEYOND100)
    Ohne Daten keine Entscheidung. Regelmäßige Labortests zeigen, ob die Supplemente und deine Lebensstil wirklich wirken.

  9. Squatty Potty 
    Für einen optimalen Stuhlgang nutze ich den Squatty Potty* – klingt komisch, ist aber so. Mit dem Hocker kommst du in eine optimale Position für das große Geschäft.

Jedes dieser Produkte ist kein Wundermittel, sondern Teil eines ganzheitlichen Ansatzes: Schlaf, Ernährung, Bewegung, Mindset und Vorsorge zuerst – dann gezielte Unterstützung. Ich hoffe, dass ich dir damit helfen kann, klare Entscheidungen zu treffen statt auf jeden Hype aufzuspringen.


Challenge der Woche – Brauche ich das wirklich?

Diese Woche geht es darum, deine Longevity-Produkte bewusst zu hinterfragen – sowohl die, die du bereits nutzt, als auch die, die du vielleicht auf deiner Wunschliste hast.

Viele Produkte versprechen mehr Energie, bessere Regeneration oder sogar ein längeres Leben. Doch nicht alles, was gut klingt, hat auch tatsächlich einen spürbaren oder belegbaren Nutzen für dich persönlich.

Nimm dir 20–30 Minuten Zeit und gehe folgende Fragen durch – für jedes einzelne Produkt:

  • Warum nehme ich (oder will ich) dieses Produkt?

  • Was verspreche ich mir konkret davon?

  • Habe ich objektive Daten (z. B. Blutwerte, Diagnostik), die den Bedarf belegen?

  • Spüre ich einen echten Effekt – oder ist es eher Gewohnheit?

  • Was kostet mich dieses Produkt pro Monat – und steht der Nutzen im Verhältnis dazu?

  • Habe ich zuerst die Basics optimiert oder erhoffe ich mir hier eine Abkürzung?

Ziel ist es, mindestens ein Produkt kritisch zu hinterfragen – und im Zweifel auch wegzulassen oder den Kauf (vorerst) nicht zu tätigen. So lernst du, gezielter zu handeln, statt dich von Marketing oder Trendbegriffen leiten zu lassen. Weniger ist manchmal mehr – vor allem, wenn es um echte Wirkung geht.


Zitat der Woche

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ – Mahatma Ghandi

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