Longevity-Supplements: 9 Mittel nach Evidenz gerankt
Vitamin D, Kreatin, Omega-3, Magnesium, NAD+-Booster, Spermidin, GlyNAC, Resveratrol, Curcumin: was Humanstudien für jeden Stoff zeigen, was er kostet und in welcher Reihenfolge ein Einstieg Sinn ergibt.

Kurz gesagt
Die Supplemente mit der besten Evidenz sind die billigsten: Vitamin D bei Mangel, Kreatin, Omega-3.
- Platz 1 bis 3 korrigieren einen Mangel oder ersetzen, was der Körper mit dem Alter verliert: Vitamin D (6 von 10 Deutschen unterversorgt), Kreatin (mehr Muskel und Kraft ab 50 in 22 Studien), Omega-3 (weniger Herzinfarkte, kleiner Effekt auf epigenetische Uhren).
- Die teuren Longevity-Stoffe (NMN, NR, Spermidin, GlyNAC, Resveratrol) verändern Blutwerte, aber in keiner Humanstudie Krankheit oder Lebensdauer.
- Starter-Stack für unter 20 Euro im Monat: Vitamin D3 im Winter, 3 bis 5 g Kreatin täglich, zweimal pro Woche fetter Fisch oder 1 g Omega-3.
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Der Markt für Longevity-Supplemente lebt von einer Verwechslung: Was in Mäusen oder in einer Zellkultur wirkt, wird als Beleg für den Menschen verkauft. Dieses Ranking sortiert neun Stoffe ausschließlich nach dem, was in Studien am Menschen belegt ist, und nennt zu jedem Preis und Dosis. Das Ergebnis dreht die üblichen Listen um: Die Spitze besetzen die billigsten Stoffe.
Wie ich bewertet habe
- Nur Humandaten zählen. Randomisierte Studien mit harten Endpunkten (Krankheit, Sterblichkeit, Muskel, Funktion) stehen oben, Blutwert-Effekte in der Mitte, Beobachtungsstudien und Tierdaten unten.
- Relevanz für Gesunde. Ein Stoff, der nur bei einer Krankheit wirkt, wird dafür nicht belohnt.
- Preis pro Monat für ein Qualitätsprodukt in Deutschland, Stand 2026.
- Rechtslage in der EU. Was hier nicht verkauft werden darf, kann nicht empfohlen werden.
| Rang | Stoff | Beste Humanevidenz | Dosis | Kosten/Monat |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Vitamin D3 | Mangel bei 6 von 10 Deutschen, weniger Krebstote in Metaanalyse | 1.000 bis 2.000 IE | 1 bis 3 € |
| 2 | Kreatin | 22 RCTs: mehr Muskel und Kraft bei Älteren | 3 bis 5 g | 5 bis 10 € |
| 3 | Omega-3 (EPA/DHA) | Weniger Herzinfarkte in VITAL, kleiner Effekt auf Alterungsuhren | 1 bis 2 g | 10 bis 20 € |
| 4 | Protein (Whey) | Erhalt der Muskelmasse ab 50, gut belegt | nach Bedarf | 15 bis 30 € |
| 5 | Magnesium | Blutdruck minus 2 mmHg in 34 RCTs, nur bei niedriger Zufuhr | 300 bis 400 mg | 5 bis 10 € |
| 6 | NR / NMN | NAD+ steigt zuverlässig, klinischer Nutzen offen | 300 mg | 30 bis 80 € |
| 7 | Spermidin | Beobachtung: weniger Sterblichkeit; RCT: kein Effekt aufs Gedächtnis | 1 bis 6 mg | 30 bis 60 € |
| 8 | GlyNAC | Eine Studie mit 24 Personen | je 100 mg/kg | 20 bis 40 € |
| 9 | Resveratrol, Curcumin | Entzündungsmarker leicht gesenkt, keine harten Endpunkte | 500 mg | 20 bis 40 € |
Platz 1: Vitamin D3
Kein Longevity-Stoff, sondern ein Mangelausgleich, und genau deshalb auf Platz 1. Die Untersuchung des Robert Koch-Instituts fand bei 61,6 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Werte unter 20 ng/ml (Rabenberg 2015). Vitamin D verhindert bei Gesunden weder Herzinfarkt noch Krebs, das haben die großen Studien gezeigt, aber in der Metaanalyse der randomisierten Studien sank die Krebssterblichkeit um rund 13 Prozent (Keum 2019), und die Endocrine Society empfiehlt es seit 2024 ohne Bluttest für alle ab 75 (Demay 2024). Dosis, Blutwerte und die K2-Frage stehen im Guide Vitamin D3 und K2 Dosierung.
Platz 2: Kreatin
Das am besten untersuchte Supplement der Sportwissenschaft, und ab 50 ein Longevity-Stoff, weil Muskelmasse und Kraft die stärksten Prädiktoren für Selbstständigkeit im Alter sind. In der Metaanalyse von 22 randomisierten Studien mit 721 Teilnehmern zwischen 57 und 70 Jahren brachte Kreatin zusätzlich zum Krafttraining 1,37 kg mehr fettfreie Masse und mehr Kraft in Brust- und Beinpresse (Chilibeck 2017). Ohne Training wirkt es kaum. 3 bis 5 g Kreatin-Monohydrat täglich, kein Laden, keine Pause nötig. Details im Kreatin-Guide.
Platz 3: Omega-3
Die ehrliche Bilanz: In der VITAL-Studie mit 25.871 Erwachsenen senkte 1 g Omega-3 täglich über fünf Jahre weder die Zahl schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse insgesamt noch die Krebsrate, aber die Zahl der Herzinfarkte fiel um 28 Prozent (Manson 2019). In DO-HEALTH verlangsamte dieselbe Dosis bei über 70-Jährigen mehrere epigenetische Alterungsuhren, um umgerechnet drei bis vier Monate in drei Jahren (Bischoff-Ferrari 2025). Der einzige große Effekt auf Herzereignisse stammt von hochdosiertem, verschreibungspflichtigem EPA bei Patienten mit hohen Triglyceriden (Bhatt 2019), das ist kein Supplement. Wer zweimal pro Woche fetten Fisch isst, braucht keine Kapsel. Dosis und Formen im Omega-3-Guide.
Platz 4: Protein
Streng genommen ein Lebensmittel, aber ab 50 ist die Eiweißzufuhr der Hebel, an dem Muskelerhalt hängt, und viele erreichen die 1,2 bis 1,6 g pro Kilo Körpergewicht nicht. Whey ist der günstigste Weg, die Lücke zu schließen. Bedarf, Timing und Produkte im Guide Whey Protein ab 50.
Platz 5: Magnesium
Ein Mangelausgleich mit messbarem, aber kleinem Effekt: In 34 placebokontrollierten Studien senkte Magnesium bei median 368 mg täglich den Blutdruck um 2 mmHg systolisch (Zhang 2016). Wer viel Gemüse, Nüsse und Vollkorn isst, braucht es nicht. Bei Wadenkrämpfen, Migräne oder niedriger Zufuhr sind 300 bis 400 mg als Citrat oder Glycinat sinnvoll. Welche Form wofür: Magnesium-Arten im Vergleich.
Platz 6: NR und NMN
Beide heben den NAD+-Spiegel im Blut zuverlässig, das ist in randomisierten Studien belegt (Martens 2018, Yi 2023). Was daraus folgt, ist offen: Die Metaanalyse zu Blutzucker und Blutfetten findet kleine, uneinheitliche Effekte in kurzen Studien (Chen 2024). NR ist in der EU zugelassen, NMN noch nicht. Die vollständige Studienlage steht im NMN-Guide. Für 30 bis 80 Euro im Monat kaufst du einen Blutwert, keinen belegten Nutzen.
Platz 7: Spermidin
Der Beobachtungsbefund ist stark: In der Bruneck-Kohorte mit 829 Menschen über 20 Jahre hatten die mit der höchsten Spermidin-Zufuhr aus der Nahrung ein deutlich niedrigeres Sterberisiko (Kiechl 2018). Der Interventionsbefund ist ernüchternd: In der SmartAge-Studie nahmen 100 ältere Menschen mit subjektiven Gedächtnisproblemen zwölf Monate lang Spermidin oder Placebo, ohne Unterschied bei Gedächtnis oder Biomarkern (Schwarz 2022). Weizenkeime, Käse, Pilze und Hülsenfrüchte liefern Spermidin umsonst. Mehr im Spermidin-Guide.
Platz 8: GlyNAC
Die Kombination aus Glycin und N-Acetylcystein soll die Glutathionproduktion älterer Zellen wiederherstellen. In einer randomisierten Studie mit 24 älteren Erwachsenen verbesserten sich nach 16 Wochen Glutathion, oxidativer Stress, Insulinresistenz, Gehgeschwindigkeit und Kraft (Kumar 2023). Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis, aber eine einzige kleine Studie einer Arbeitsgruppe. Bis eine größere Studie vorliegt, bleibt GlyNAC ein Experiment mit gutem Sicherheitsprofil, nicht mehr.
Platz 9: Resveratrol und Curcumin
Beide senken in Metaanalysen Entzündungsmarker wie CRP messbar (Teimouri 2022 für Resveratrol bei Herzpatienten, Gorabi 2022 für Curcumin). Einen Effekt auf Krankheit, Funktion oder Lebensdauer beim Menschen hat keiner der beiden Stoffe gezeigt, trotz Hunderten Studien. Resveratrol wird zudem schlecht aufgenommen und schnell abgebaut. Wer Entzündungswerte senken will, erreicht mit Gewicht, Schlaf und Bewegung mehr.
Nicht im Ranking, und warum
- Fisetin. Als „Senolytikum“ beworben. Es gibt bis heute keine abgeschlossene randomisierte Studie am Menschen mit veröffentlichten Ergebnissen.
- Taurin. Die Science-Studie von 2023 zeigte längeres Leben bei Mäusen und bessere Gesundheit bei Affen (Singh 2023). Humanstudien laufen. Bis dahin: Tierdaten.
- Berberin. Senkt Blutzucker bei Typ-2-Diabetes ähnlich wie Medikamente. Für Gesunde ohne Blutzuckerproblem kein Longevity-Stoff, und kein Ersatz für Metformin.
- Kollagen, Ashwagandha, Grüntee-Extrakt. Einzelne Effekte auf Haut, Stress oder Blutfette, nichts, was ein Ranking zur Langlebigkeit rechtfertigt.
Der beyond100-Starter-Stack
Unter 20 Euro im Monat, alles aus den Plätzen 1 bis 3, alles legal, alles mit Humandaten:
- Vitamin D3, 1.000 bis 2.000 IE täglich von Oktober bis März, mehr nur nach Bluttest.
- Kreatin-Monohydrat, 3 bis 5 g täglich, in Wasser oder Shake, zusammen mit zwei Krafteinheiten pro Woche.
- Omega-3, zweimal pro Woche fetter Fisch oder 1 g EPA/DHA als Kapsel.
Dazu bei Bedarf Whey, um auf 1,2 g Eiweiß pro Kilo zu kommen, und Magnesium bei niedriger Zufuhr. Alles darüber hinaus ist Experiment. Wer experimentieren will, führt Tagebuch, nimmt einen Stoff nach dem anderen und setzt nach drei Monaten ohne spürbaren Effekt ab.
Qualitätscheck vor dem Kauf
- Analysezertifikat eines unabhängigen Labors, bei Kreatin das Creapure-Siegel oder ein COA.
- Klare Dosisangabe je Kapsel, keine „proprietären Mischungen“.
- Händler mit Sitz in der EU und Impressum.
- Preis pro Gramm Wirkstoff vergleichen, nicht pro Dose.
Häufige Fragen
Welche Longevity-Supplemente haben die beste Studienlage?
Vitamin D bei Mangel, Kreatin ab 50 und Omega-3. Alle drei haben randomisierte Studien mit relevanten Endpunkten und kosten zusammen unter 20 Euro im Monat.
Wirken NMN und NR?
Sie erhöhen NAD+ im Blut. Ob das gesünder oder älter macht, ist beim Menschen nicht gezeigt. NR ist in der EU zugelassen, NMN noch nicht.
Ist Spermidin sinnvoll?
Aus der Nahrung ja, sie kostet nichts. Als Kapsel hat die einzige größere randomisierte Studie keinen Effekt aufs Gedächtnis gefunden.
Was kostet ein sinnvoller Stack?
Unter 20 Euro im Monat für Vitamin D, Kreatin und Omega-3. Wer 150 Euro ausgibt, kauft vor allem Hoffnung.
Brauche ich vorher ein Blutbild?
Für Vitamin D ist eine Messung am Winterende sinnvoll, für Omega-3 der Omega-3-Index bei Fischverzicht. Kreatin braucht keinen Test.
Kann ich alles gleichzeitig nehmen?
Die drei Basis-Stoffe ja. Neue Substanzen einzeln und mit Abstand von einigen Wochen einführen, damit du Verträglichkeit und Wirkung zuordnen kannst.
Quellen
- Rabenberg M et al. Vitamin D status among adults in Germany, results from DEGS1. BMC Public Health 2015. PubMed
- Keum N et al. Vitamin D supplementation and total cancer incidence and mortality: a meta-analysis of randomized controlled trials. Ann Oncol 2019. PubMed
- Demay MB et al. Vitamin D for the Prevention of Disease: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. J Clin Endocrinol Metab 2024. PubMed
- Chilibeck PD et al. Effect of creatine supplementation during resistance training on lean tissue mass and muscular strength in older adults: a meta-analysis. Open Access J Sports Med 2017. PubMed
- Manson JE et al. Marine n-3 Fatty Acids and Prevention of Cardiovascular Disease and Cancer. N Engl J Med 2019. PubMed
- Bischoff-Ferrari HA et al. Individual and additive effects of vitamin D, omega-3 and exercise on DNA methylation clocks of biological aging in older adults from the DO-HEALTH trial. Nat Aging 2025. PubMed
- Bhatt DL et al. Cardiovascular Risk Reduction with Icosapent Ethyl for Hypertriglyceridemia. N Engl J Med 2019. PubMed
- Zhang X et al. Effects of Magnesium Supplementation on Blood Pressure: A Meta-Analysis of Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Trials. Hypertension 2016. PubMed
- Martens CR et al. Chronic nicotinamide riboside supplementation is well-tolerated and elevates NAD+ in healthy middle-aged and older adults. Nat Commun 2018. PubMed
- Yi L et al. The efficacy and safety of β-nicotinamide mononucleotide (NMN) supplementation in healthy middle-aged adults: a randomized, multicenter, double-blind, placebo-controlled, parallel-group, dose-dependent clinical trial. Geroscience 2023. PubMed
- Chen F et al. Effects of Nicotinamide Mononucleotide on Glucose and Lipid Metabolism in Adults: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials. Curr Diab Rep 2024. PubMed
- Kiechl S et al. Higher spermidine intake is linked to lower mortality: a prospective population-based study. Am J Clin Nutr 2018. PubMed
- Schwarz C et al. Effects of Spermidine Supplementation on Cognition and Biomarkers in Older Adults With Subjective Cognitive Decline: A Randomized Clinical Trial. JAMA Netw Open 2022. PubMed
- Kumar P et al. Supplementing Glycine and N-Acetylcysteine (GlyNAC) in Older Adults Improves Glutathione Deficiency, Oxidative Stress, Mitochondrial Dysfunction, Inflammation, Physical Function, and Aging Hallmarks: A Randomized Clinical Trial. J Gerontol A Biol Sci Med Sci 2023. PubMed
- Teimouri M et al. Anti-inflammatory effects of resveratrol in patients with cardiovascular disease: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complement Ther Med 2022. PubMed
- Gorabi AM et al. Effect of curcumin on C-reactive protein as a biomarker of systemic inflammation: An updated meta-analysis of randomized controlled trials. Phytother Res 2022. PubMed
- Singh P et al. Taurine deficiency as a driver of aging. Science 2023. PubMed
Rapamycin, Metformin, Quercetin: die Medikamente im Ranking
Warum Longevity-Studien so schwer sind
Bevor du dich fragst, warum ein Stoff im Ranking fehlt: Ob ein Mittel das Leben verlängert, sieht man erst nach Jahrzehnten, und so lange läuft keine Studie. Deshalb messen alle Humanstudien Ersatzwerte wie Blutwerte, Muskelmasse oder Entzündungsmarker. Dazu kommen Gene, Schlaf, Ernährung und Stress als Störgrößen, der Placebo-Effekt bei jedem, der glaubt, die richtige Pille zu nehmen, und Kosten, die eine Langzeitstudie mit gesunden Menschen fast unbezahlbar machen. Das Ergebnis sind kurze Studien mit weichen Endpunkten. Genau deshalb steht in diesem Ranking oben, was harte Endpunkte hat, und unten, was nur Blutwerte bewegt.
Drei Stoffe, die keine Supplemente sind
Drei Namen tauchen in jeder Longevity-Liste auf, gehören aber nicht in ein Supplement-Ranking, weil sie Medikamente sind oder nur als solche untersucht wurden.
- Rapamycin hemmt den mTOR-Signalweg und ist der am besten belegte Lebensverlängerer bei Mäusen: Selbst spät im Leben gefüttert verlängerte es die Lebensspanne genetisch gemischter Mäuse (Harrison 2009). Beim Menschen gibt es dazu eine randomisierte Studie mit dem Abkömmling Everolimus, in der ältere Menschen nach sechs Wochen niedriger Dosis besser auf eine Grippeimpfung ansprachen (Mannick 2014). Das ist ein Immunbefund, kein Lebensdauerbefund. Rapamycin ist ein verschreibungspflichtiges Immunsuppressivum mit Nebenwirkungen und für Gesunde nirgends zugelassen.
- Metformin ist ein Diabetesmedikament, das Kalorienrestriktion in der Zelle teilweise nachahmt. Die geplante TAME-Studie soll prüfen, ob es bei Menschen ohne Diabetes altersbedingte Krankheiten verzögert (Barzilai 2016). Ergebnisse gibt es nicht. Für Gesunde ohne Blutzuckerproblem existiert bis heute keine randomisierte Studie mit hartem Endpunkt, und ohne Rezept bekommst du es ohnehin nicht.
- Quercetin wird als Senolytikum gehandelt, also als Stoff, der alte Zellen beseitigt. Die einzigen Humandaten stammen aus einer Pilotstudie, in der neun Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung drei Tage lang Quercetin zusammen mit dem Krebsmedikament Dasatinib erhielten und danach weniger seneszente Zellen im Gewebe hatten (Hickson 2019). Quercetin allein, als Kapsel aus dem Onlineshop und bei Gesunden, ist damit nicht untersucht.
Für alle drei gilt dasselbe wie für Fisetin und Taurin oben: spannende Forschung, keine Grundlage für eine Einnahme ohne Studie oder Arzt. Wer sein Geld in Longevity stecken will, ist mit den Plätzen 1 bis 3 und zwei Krafteinheiten pro Woche besser bedient.
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Gregor Karmann